Warum reiben Katzen sich zur Begrüßung an ihren Beinen?

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Öffnet man die Wohnungstür kommt es nicht selten vor, dass die Katze als erstes um ihre Beine streift und ihr Köpfchen daran reibt. Danach reibt sie sich der Länge nach an dem Bein vorbei, wickelt leicht den Schwanz um ihr Bein und vollzieht das gleiche Schauspiel an ihrem anderen Bein. Wenn sie sich nun zur Begrüßung bücken und der Katze über ihre Handfläche hinhalten reibt sie sich wieder an ihnen oder presst das Maul seitlich an ihre Hand. Oftmals setzen sich Katzen danach hin und putzen sich kurz das Fell.

Mit diesem Ritual tuen Katzen viel mehr, als nur den Menschen zu begrüßen. Neben der Kontakaufnahme mit dem Heimkehrer tauschen sie auch Gerüche aus. Katzen haben an der Mundhöhle und den Schläfen Duftdrüsen. Eine weitere Duftdrüse befindet sich in Schwanznähe. Durch die Reibung überträgt die Katze ihren Geruch auch auf den Menschen. Dieser Duft ist für unsere groben Nasen natürlich nicht wahrnehmbar. Der Austausch von Gerüchen ist für Katzen sehr wichtig. Denn so fühlt sie sich uns gegenüber verbundener und mehr zu Hause. Auch “befreundete” Katzen oder Mutter und Kind tauschen so ihre Gerüche aus. Dadurch, dass sich die Katze nach dem Ritual über das Fell leckt, nimmt schliesslich auch sie unseren Geruch auf.

Tragzeit und Geburt

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Ganz junge Baby-Katze

Katzenjunges kurz nach der Geburt

Katzen sind im Schnitt ungefähr 63 bis 65 Tage tragend. Die Schwangerschaft zeichnet sich erst 3-4 Wochen vor der Geburt ab, denn zuvor sind die Katzenemprios noch zu klein. Wirft eine Katze zum ersten Mal ist der Wurf meist überschaulich, normal sind 2-3 Katzenkinder. Nach einigen Geburten kann die Zahl der Neugeburten auf bis zu 10 Katzenbabies anwachsen. Ungefähr zur Halbzeit der Trächtigkeit werden die Zitzen der Katzen dicker und beginnen sich  aufzustellen. Die Geburt kündigt sich meist durch das unruhige Verhalten der Katze an. Dies muss aber nicht sein. Gerade wenn es die erste Geburt ist, weiss eine Katze meist gar nicht wie ihr geschieht. Wenn es richtig los geht platzt bei Katzen die Fruchtblase. Dennoch kann sich die Geburt des ganzen Wurfes über mehrere Stunden hinweg ziehen. Als Wurflager ist ein großer Pappkarton zu empfehlen. Am besten mit viel Zeitungspapier und einem Handtuch ausstaffieren. Der Ort an dem der Karton steht sollte ruhig sein, ideal ist es wenn sich die Katze dort schon sehr heimisch fühlt. Nach der Geburt beißt die Mutter die Nabelschnur durch, frißt die Nachgeburt und leckt das Neugeborene trocken. Katzenwelpen kommen immer behaart aber blind und taub auf die Welt.

Paarung der Katze

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Katzen werden mit ungefähr 6 Monaten spätestens aber bis zum 12 Monat ihres Lebens geschlechtsreif. Ab dann werden sie ungefähr 2-3 Mal pro Jahr rollig, also paarungsbereit. Ist eine Katze rollig schreit und klagt sie viel, reckt andauernd ihr Hinterteil nach oben und rollt meist auch auf dem Boden umher um ihren Sexualduft überall zu verteilen. Sie sucht nach einem Kater. Man kann sich fast sicher sein, dass wenn man seine Katze in diesem Zustand in den Garten lässt, sie erst wieder kommt, wenn sie beglückt wurde. Im Paarungsprozess muss der Kater in einem Spiel aus Ablehnung und Anziehung um die Katze werben, bis er endlich zum Zuge kommt. Der Deckakt beschränkt sich meist nicht auf ein einzelnes Mal, sondern geht über mehrere Runden manchmal auch mit mehreren Katern. Als Ergebnis dieser sexuellen Aktivität ist es möglich, dass ein Wurf einer Katze Katzenkinder von verschiedenen Vätern enthält. In diesem Fall handelt es sich um eine Überbefruchtung, auch Superfecundation genannt. Meistens tritt dieses Phänomen bei domestizierten Katzen auf, da die Reviere der Männchen sehr viel kleiner sind und der Duft eines rolligen Katzen-Weibchens leicht mehrere Kater anlocken kann.

Kater werden übrigens mit ca. 9 Monaten gecshlechtsreif und fangen zu dieser Zeit auch an ihr Revier zu markieren. Bei reinen Hauskatzen ist eine Sterilisation zu dieser Zeit absolut zu raten, da der Urin wahnsinnig anfängt zu stinken und der Geruch im Haus kaum auszuhalten sein dürfte.

Warum schmollen Katzen?

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Jeder der eine Katze hat, wird diese Situation kennen. Der Stubentiger tut etwas Verbotenes, Mensch schimpft mit ihm und die Mieze verzieht sich schmollend auf ihren Platz und kommt auch nicht mehr, wenn man ihren Namen ruft. Diese Situation wird oftmals von uns Menschen als hochmütiges Schmollen bezeichnet. Die Katze ist aber in einer solchen Situation auf keinen Fall beleidigt, sondern zeigt durch ihr Verhalten ihre soziale Unterlegenheit.

Man bedenke Folgendes: wir Menschen sind aus Katzenperspektive riesig! Werden wir böse, starren sie vielleicht an und brüllen, weil die Mieze etwas Falsch gemacht hat, dann ist das für jede Katze überwältigend. Anstarren ist sowieso eine bedrohliche Haltung für die Katze. Der natürliche Reflex der Katze bei Unterlegenheit ist es da sich diesem Blick zu entziehen. Sie dreht sich um und marschiert zu ihrem Platz. Das Drohstarren des vermeintlich überlegenerem kann auch bei Großkatzen wie Tigern oder Löwen beobachtet werden.

Warum fühlen sich Katzen oftmals von einem Menschen angezogen, der eigentlich Katzen nicht besonders mag?

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Kommt eine Katze in einen Raum, indem mehrere Menschen sitzen, kann es der Fall sein, dass sie zielsicher auf die Person zusteuert, die eigentlich keine Katzen mag oder sich sogar vor ihnen fürchtet. Die Katze fängt dann an, sich an den Beinen der Person zu reiben oder springt sogar auf deren Schoss. Das hat natürlich nichts damit zu tun, dass der Charakter der Katze böse ist und sie den Menschen ärgern will. Die Erklärung ist viel einfacher…

Betritt eine Katze den Raum, bemerkt sie natürlich, dass sie von einigen der Personen angestarrt wird. Ist ja klar, alle Katzenfans schauen die Katze an… In der Katzensprache bedeutet ein anhaltendes Angestarrt-werden aber eine latente Drohhaltung. Das gefällt der Katze natürlich wenig. Ohne es zu bemerken verscheuchen die Katzenfreunde die Katze mit ihrem andauernden Blick. Die einzige Person, die sich ruhig verhält und die Katze nicht beachtet ist meist der Katzenfeind. Diese Person ignoriert die Katze mit dem Ziel dadurch auch nicht von der Katze beachtet zu werden. Im Resume erreicht sie aber das genaue Gegenteil damit. Die Katze fühlt sich von der Person angezogen und steuert schnurrstracks auf eben diese Person zu. Katzenliebhaber, die also von einer Katze beachtet werden möchten, sollten der Katze nur einige kurze Blicke schenken. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze sich so von ihnen angezogen wird steigt enorm.

Warum leuchten die Augen der Katze im Dunkeln?

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Katzen haben einen lichtreflektierenden Belag im Hintergrund des Auges, der tapetum lucidum (bedeutet übersetzt soviel wie “leuchtender Teppich) heißt. Dieser Belag wirkt wie ein Spiegel hinter der Netzhaut und reflektiert jedes noch so kleine Licht auf die Nervenzellen des Katzenauges. Die Katzenaugen werfen also das gebündelte Licht wieder zurück und die Katzenaugen scheinen bei Nacht zu leuchten. Durch diese Eigenschaft können Katzen im Halbdunkeln Objekte und Bewegungen ausmachen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. In einer pechschwarzen Nacht können aber selbst Katzen nichts sehen, sondern müssen sich auf ihren Geruchs- und Gehörsein verlassen.

Woher kommt der Begriff “Katze”?

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Der Begriff “Katze” taucht in fast allen Sprachen in ähnlicher oder fast gleicher Art und Weise auf:
englisch = cat
französisch = chat
italienisch = gatto
spanisch = gato
schwedisch und norwegisch = katt
dänisch = kat
polnisch = kot
greichisch = gata
Deutlich wird daran, dass der Tiername der Katze sehr alt sein muss und sich von ein und demselben Ausgangspunkt entwickelt haben muss. Bei der Katze ist der Ursprung im Arabischen zu finden. In Nordafrika findet man den ältesten Wortlaut für Katze mit “quttah”. Von hier aus muss er sich über die ganze Welt verbreitet haben.

Der Ausdruck Pussy, den man von der Pussycat / Pussykatze kennt stammt übrigens ebenfalls aus dem arabischen. Der Begriff wurde über die Jahrhunderte von dem Namen der ägyptischen Katzengöttin Pascht abgeleitet.

Warum schnurrt die Katze?

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Der Volksmund sagt, dass Katzen schnurren, wenn sie zufrieden sind. Das kann allerdings nicht so stehen gelassen werden. Viele Beobachtungen haben gezeigt, dass Katzen auch schnurren, und unter Umständen sogar sehr anhaltend und laut, wenn sie unter großen Schmerzen leiden, in den Wehen liegen oder im Todeskampf sind. Diese Situationen dürften auch für Katzen nicht zufrieden stellend sein. Schnurren ist vielmehr ein Zeichen für Wohlwollen und Ausdruck einer freundlichen und aufgeschlossenen Stimmungslage. So schnurrt eine Katze z.B. wenn sie verletzt ist und merkt dass ihr Gegenüber ihr helfen möchte.

Katzenbabies schnurren als erstes beim Säugen. In diesen Fall ist das Schnurren ein Signal an die Mutter, dass die Milch in zufriedenstellender Menge läuft. Die Katzenmutter muss dann nicht nach ihren Jungen schauen, sondern weiss auch so, dass alles in bester Ordnung ist. Und auch sie schnurrt und signalisiert damit ihren Jungen, dass sie in Ruhe säugen können. Auf diese primäre Mutter-Kind-Beziehung kann dann auch das Schnurren im Alter oder dem Menschen gegenüber zurückgeführt werden.

Ausstattung für die neue Katze

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Damit sich eine Katze im neuen Zuhause wohl fühlen kann, ist die Wohnung oder das Haus dementsprechend einzurichten. Worauf geachtet werden sollte können Sie im folgenden lesen:

Schlaftplatz

Jede Katze braucht ihren eigenen Schlafplatz, der gemütlich und weich ist und an einer ruhigen Stelle im Haus steht. Hierbei ist es egal ob es sich um ein Körbchen mit Kissen, eine Katzencouch oder eine Plüschdecke handelt. Wichtig ist, dass der Bezug abnehmbar und waschbar ist. So kann der Schlafplatz bequem von Haaren befreit und gewaschen werden. Obwohl ein Schlafplatz liebevoll eingerichtet wurde, kann es sein, dass die Katze diesen nicht annimmt. In einem solchen Fall sollte man erst versuchen, den Schlafplatz an einem anderen Ort einzurichten. Ansonsten darf man seinem Stubentiger nicht böse sein oder versuchen ihn zu zwingen, Katzen sind störrische Tiere und manchmal sehr eigenwillig wenn es um die Wahl des Lieblingsplatzes geht.

Kratzmöbel
Kratzen ist für Katzen und ihre Krallen-Pflege ausgesprochen wichtig. Es ist daher zwingend notwendig der Katze ausreichend Kratzmöglichkeiten innerhalb der Wohnung zu bieten. Tut man dies nicht, wird die Katze zwangsweise an Ihre Möbel gehen müssen. Katzen kratzen am liebsten an allem aus Sisal. Besonders geeignet sind Kratzbäume. Oftmals sind diese auch mit Höhlen, Hängematten und Sitzflächen ausgestattet. Ist nicht ausreichend Platz für einen großen Kratzbaum vorhanden, kann man auch auf ein Kratzbrett ausweichen. Für Katzen die gerne an Teppich und Boden kratzen sollten Sie sich eine Kratzrolle anschaffen, die einfach auf den Boden gelegt wird. Als Standort für die Kratzmöbel gibt es drei Faktoren, die Katzen im Allgemeinen bevorzugen: nahe am Fenster, in der Nähe eines Schrankes und nicht zu weit eg vom Schlafplatz…

Katzentoilette
Plastikwanne mit Katzenstreu. Sollte nicht zu klein sein, damit nichts daneben geht. Gibt es auch mit einer Haube. Sollte an einem ruhigen Ort stehen an dem die Katze unbeobachtet ihr Geschäft verrichten kann. Das Streu sollte saugstark, geruchsbindend und asbestfrei sein. Am besten ist Bio-Streu. Ein andere sparsame Variante ist Katzenstreu, das in Verbindung mit Flüssigkeit klumpt. Die Klumpen können dann bequem mit einer Schaufel beseitigt werden. Mindestens alle 6-8 Tage sollte jede Katzentoilette grundgereinigt werden. Das heißt Erneuerung des Katzenstreus und die Plastikwanne einmal mit heißen Wasser abspritzen.

Futter- und Trinknapf
Jede Katze braucht natürlich einen Freß- und Trinknapf und einen festen Platz an dem sie ihr Futter bekommt. Katzen sind Gewohnheitstiere und sie lassen sich am besten erziehen, wenn sie immer an einem bestimmten Ort Fresschen bekommen. So unterbindet man auch Gebettel bei Tisch. Die Näpfe können aus Porzellan, Keramik oder Edelstahl sein. Wichtig ist, dass die Näpfe nicht einfach umzukippen und zu verrutschen sind. Noch ein Tipp: Fressnapf und Trinknapf nicht an den gleichen Platz stellen. Dadurch wird Wasser für die Katze zu einer Art geruchsloser und geschmacksloser Nahrung und sie nimmt allzuoft das Wasser nicht an…

Katzenspielzeug
Katzenspielzeug gibt es in allen Varianten von klimpernden Bällen bis zu Fellmäsuchen und und und… Aber man braucht sich nicht in Unkosten zu schmeissen, um eine spielende Katze zu haben. Oft reicht ein zusammengeknülltes Kügelchen aus Papier, ein Korken an einer Schnur, leere Kartons zum verstecken oder eine zusammengerollte Wollsocke. Um die Katze zu animieren und ihr ein besonderes Vergnügen zu bieten ist Katzenminze ganz toll. Katzenminze ist völlig ungefährlich versetzt Katzen aber in einen kurzen Rauschzustand.

Die Geschichte der Katzen in Kürze

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Die Rasse der Katzen (Felidae) begann sich vor 20 Millionen Jahren zu entwickeln. Alle heutigen Katzenarten gehen auf eine Ursprungsrasse von vor 10 bis 15 Millionen Jahren zurück. Die Hauskatze stammt von der in Nordafrika wild lebenden Felis silvestris lybica, Falbkatze ab. Der Geschichte nach wurden die schlanken Katzen, mit großen Ohren und langem Schwanz von den vielen Mäusen in den Kornspeichern der Ägypter angelockt. So fand die Katze vor über 4.000 Jahren in die Nähe der Menschen. Für die Ägypter wurden die Katzen zu Göttinen und es war streng verboten Katzen außer Landes zu schmuggeln. Dennoch verbreiteten sich die Katzen als eines der beliebtesten Haustiere überhaupt in den folgenden Jahrhunderten rasend schnell. Erstaunlich ist, dass Katzen nie zu etwas anderem erzogen wurden, als dem Mäusefang. Die Katzen konnten sich so bis in die heutige Zeit eine relativ starke Unabhängigkeit erhalten. Diesem Umstand haben die Katzen es auch zu verdanken, dass sie sich bis heute alle ursprünglichen Eigenschaften erhalten konnten.